Wieder stellen wir eines unserer T-Shirts aus der Wissenshirtz-Reihe vor. Diese Woche bleiben wir in Deutschland und präsentieren ein Werk von Friedrich Nietzsche.

Zarathustra
(Zarathustra im Shop)

„Also sprach Zarathustra“ wurde in den Jahren 1883-85 veröffentlicht, wobei der vierte Teil als Privatdruck erschien. Der Schreibstil des Werkes ist halkyonisch und handelt von dem fiktiven Denker Zarathustra. Viele sehen dieses Werk als sein Hauptwerk an.
Der wohl bekannteste Teil seines Werks sind die „Von den drei Verwandlungen“ beschriebenen Stadien des menschlichen Geistes.

„Drei Verwandlungen nenne ich euch des Geistes: wie der Geist zum Kamele wird, und zum Löwen das Kamel, und zum Kinde zuletzt der Löwe.“

Es geht in dem umstrittenen Werk um die Entwicklung des Menschen zum Übermenschen, nachdem Gott gestorben ist. Auf die Interpretation wollen wir hier in diesem Beitrag verzichten und bieten Ihnen sein bekanntestes Werk als Tag-Cloud an.

Meilensteine
Man sollte sich immer Meilensteine setzen um sich sein Vorankommen vor Augen zu halten. Außerdem dienen diese als wunderbare Abhakliste! Viel wichtiger sind sie jedoch als Maßeinheiten um kritische Punkte zu markieren. Sobald man einen Punkt erreicht und die Validierung fehlschlägt kann man sich direkt an die Korrektur machen. Und das zeitnah. Nicht erst wenn man am Ende seiner Arbeit angekommen ist und dann feststellt man müsse noch etwas am Anfang korrigieren.

Belohnungen
Wir alle lieben Belohnungen. Also nutzen wir dies doch zur Motivation. Sobald man ein Teil seiner Arbeit geschafft hat, belohnt man sich mit einem kleinen Event. Kaffee mit Freuden, Kinobesuch oder am Abend einfach in die Lieblingsbar. Selbstverständlich würde man die meisten Sachen auch so machen, wenn wir sie jedoch als Belohnung definieren, dann kann man sie zur Motivationssteigerung nutzen. Eventuell sollte man sich auch ein paar Highlights bei den Meilensteinen setzen. Ich nutze dieses System um nicht nötige Anschaffungen zu rechtfertigen.

Quellen
Das Alpha und das Omega jeder wissenschaftlichen Arbeit. Ohne Quellen funktioniert nichts. Aber auch hier gibt es 2 Möglichkeiten. Ich nutze bekannte Quellen zu meiner Arbeit und fange dann an meinen Text zu schreiben. Natürlich erst nach langem Einlesen. Oder ich schreibe erst meine Arbeit und suche mir anschließend passende Quellen. Der letzte Weg ist aber verrufen.

Schreibprogramm
Zur Hausarbeit sollte man ein Programm nehmen, mit welchem man bereits Erfahrung hat. Auch noch hier etwas Neues zu lernen ist für manche einfach zu viel. Ob Microsoft Office, OpenOffice, iWorks oder LaTeX. Es ist egal welches man verwendet, Hauptsache man kann es bedienen. Noch Kraft aufzuwenden sich in etwas Neues einzuarbeiten ist oft falsch investiert und raubt Zeit. Ich kenne viele, die LaTeX zum ersten Mal bei Ihrer Abschlussarbeit verwenden. LaTeX ist klasse und mächtig, aber das Lernen ist am Anfang sehr zeitaufwändig. So was bringt man sich lieber zwischendurch bei.

Synonymwörterbuch
Nicht nur gute Quellen sind wichtig. Wir benutzen viel zu oft die gleichen Wörter und deshalb könnte etwas Abwechslung nicht schaden. Ich rede hier nicht von einem sinnlosen durchwechseln von Fachbegriffen. Primär geht es darum die Arbeit interessant zu formulieren, um auch dem Professor einen Gefallen zu machen. Dieser muss ja schließlich mehrere kreative Ergüsse seiner Studenten durchlesen, ohne dabei zu verzweifeln. Und wenn die Person mit dem Rotstift es gerne liest und sich nicht zu jedem weiteren Satz überwinden muss, dann hat es evtl. eine Auswirkung auf die Note.

Freunde die Korrekturlesen
Da wir selber unsere Arbeit zu oft gelesen haben, wissen wir bereits wie der nächste Satz endet. Wir brauchen Freunde um den Inhalt zu kontrollieren. Das am besten fortwährend. Somit haben wir einen stetigen Korrekturprozess laufen und können schnell auf Änderungen reagieren. Wichtig wäre bei der Auswahl des Personals auf Fachleute und Fachfremde zu achten. Eine gesunde Mischung macht es! Vor allem Fachfremde können einen sehr schnell inspirieren. Bei Freunden steht das zwar nicht im Vordergrund, aber auch hier könnte sich das Belohnsystem als praktisch erweisen. Man bindet die Freunde in die Belohnung ein. Motiviert den Schreiber und seine Korrekturleser.

Nervennahrung
Unterzuckerung ist der Feind jedes Arbeitswilligen. Man sollte immer einen kleinen Vorrat an Studentenfutter und anderen leckeren Kleinigkeiten zu Hause haben. Die Gefahr ist natürlich groß, dass man alles auf einmal ist aber spätestens am dritten Tag kann man es nicht mehr sehen und man greift nur noch bei Bedarf auf die kleinen Helferlein zurück.

Konzept der Arbeit
Das Konzept benötigen wir wohl mit als Erstes. Ohne dieses können wir uns keine Meilensteine einrichten oder gar die Gliederung erstellen. Sobald das Konzept steht sieht man auch den Umfang der Arbeit und kann den Aufwand korrekt einschätzen. Je mehr Zeit man mit dem Konzept verbringt, desto geringer sollten die Änderungen später ausfallen. Manchmal ist dies jedoch nur theoretisch. ;-)
Mit der Gliederung steht und fällt alles
Richtig? Definitiv! Ohne Gliederung endet unsere Arbeit im Chaos. Auch hier gilt wieder, je mehr Arbeit wir hier investieren, desto weniger Änderungen sollten später anfallen. Hierbei sollte darauf geachtet werden das man qualitative Arbeit investiert. An der Gliederung orientiert man sich. Ohne eine gut erstellte Gliederung wird der Aufwand wohl enorm ansteigen.

Restmotivation fürs Fazit
Das Ende naht. Ich habe alles dargelegt was ich möchte. Es ist alles erklärt. Alle Fragen und Standpunkte behandelt. Fertig? Nein. Ich muss es noch mal zusammenfassen! Und dabei ist die ganze Arbeit doch schon eine Zusammenfassung wegen der begrenzten Seitenanzahl. Wichtig ist hier sich eine gewisse Restmotivation aufzubauen. Das Fazit ist der letzte Eindruck unserer Arbeit. Eventuell hilft hier das Belohnungssystem an seine finanziellen Grenzen zu treiben. ;-)

Uni News: Revolution und Erfolge

November 17th, 2009

- An einigen Universitäten wird wieder Revolution geprobt. Was es selbst bis in die Tagesschau geschafft hat, wird in den Pressemitteilungen der Universitäten erstaunlicher Weise kaum erwähnt. Dort wo es erwähnt wird lautet der Tenor meist “Reden ja, Hörsäle besetzen nein. Modifikationen beraten ja, grundelgende Änderungen nein.” Revolution

Eine interessante Anekdote aus Würzburg: die Protestler wollten ursprünglich einen Mathematik-Hörsal besetzen, wurden aber von den Mathe-Studenten wieder vertrieben: die wollten lieber ihre Vorlesung hören, als protestieren. Daraufhin wurde eben das AudiMax der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät besetzt. Dort war der Widerstand weniger Entschieden, so dass die 200 Lernwilligen sich den 50 Demonstranten geschlagen gaben und die Hörsaalbesetzung erfolgreich verlief.

- Die FU Berlin und die TU München freuen sich über schöne Erfolge:

In der TUM konnte die neugegründete erste deutsche Fakultät für Lehrerbildung und Bildungsforschung einen Traumstart hinlegen. Es konnte die Rekordsumme von 16 Millionen Euro Stiftungsmitteln eingeworben werden. Diese hohe Spendenbereitschaft zeigt auch die Bedeutung, die dem Thema Lehrerbildung zugemessen wird. Zur Presseerklärung.

Die FUB bejubelt das gute Abschneiden ihrer Politikwissenschaftler bei einem internationalen Ranking: “Politikwissenschaftler der Freien Universität gehören europaweit zu den besten – CHE-Ranking stuft das Fach in die Exzellenz-Gruppe ein”, heißt es in der Pressemitteilung.

- Zum Abschluss noch zwei Forschungsprojekte zum Thema Sprache:
Forscher untersuchen Baby-Geschrei und finden heraus: Schon wenige Tage alte Babys schreien in ihrer Muttersprache.
Jugendliche untersuchen ihre eigene Sprache: in einem Internetportal wird Jugendsprache erforscht.

Gettysburg Address as tag-cloud

November 16th, 2009

Today we present an example of our Knowledgeshirtz: The Gettsburg Address is a famous address and cultural legacy of the United States created by Abraham Lincoln. It was delivered at the dedication of the Soldiers National Cementry on the afternoon of 11/19, 1863. Abraham Lincoln described the reasons of the war and if a government of the people, by the people, for the people, shall not perish from the earth.

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(Gettysburg Address on the shop)

The Adress:

Four score and seven years ago our fathers brought forth on this continent a new nation, conceived in Liberty, and dedicated to the proposition that all men are created equal.
Now we are engaged in a great civil war, testing whether that nation, or any nation, so conceived and so dedicated, can long endure. We are met on a great battle-field of that war. We have come to dedicate a portion of that field, as a final resting place for those who here gave their lives that that nation might live. It is altogether fitting and proper that we should do this.
But, in a larger sense, we can not dedicate…we can not consecrate…we can not hallow this ground. The brave men, living and dead, who struggled here, have consecrated it, far above our poor power to add or detract. The world will little note, nor long remember what we say here, but it can never forget what they did here. It is for us the living, rather, to be dedicated here to the unfinished work which they who fought here have thus far so nobly advanced. It is rather for us to be here dedicated to the great task remaining before us—that from these honored dead we take increased devotion to that cause for which they gave the last full measure of devotion—that we here highly resolve that these dead shall not have died in vain—that this nation, under God, shall have a new birth of freedom—and that government: of the people, by the people, for the people, shall not perish from the earth.

Krasse Bearbeitungszeit

November 16th, 2009

Wow, ich bin es ja gewohnt, dass Uni-Stellen manchmal etwas langsamer arbeiten, aber 1 Jahr und 8 Monate sind schon eine lange Zeit für die Weiterleitung einer Email…

(Aber: immerhin nett, dass sie es jetzt noch machen und mir dies freundlich mitteilen :-) . )

Wir starten die Vorstellung der Wissenshirtz mit einem kulturellen Gut von Übersee.

Die Gettysburg Address ist die wohl bekannteste Rede von Abraham Lincoln und gilt als kulturelles Erbe der Vereinigten Staaten von Amerika. Sie wurde am 19. November 1863 zur Erföffnung des Soldatenfriedhofs in Gettysburg gehalten. In ihr legt er die Gründe des Konflikt dar und das durch diesen entschieden werde ob eine Regierung des Volkes durch das Volk und für das Volk bestehen kann. Auf diese Definition der Demokratie wird weltweit immer wieder Bezug genommen.

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(Gettysburg Address im Shop)

Die Rede:

Four score and seven years ago our fathers brought forth on this continent a new nation, conceived in Liberty, and dedicated to the proposition that all men are created equal.
Now we are engaged in a great civil war, testing whether that nation, or any nation, so conceived and so dedicated, can long endure. We are met on a great battle-field of that war. We have come to dedicate a portion of that field, as a final resting place for those who here gave their lives that that nation might live. It is altogether fitting and proper that we should do this.
But, in a larger sense, we can not dedicate…we can not consecrate…we can not hallow this ground. The brave men, living and dead, who struggled here, have consecrated it, far above our poor power to add or detract. The world will little note, nor long remember what we say here, but it can never forget what they did here. It is for us the living, rather, to be dedicated here to the unfinished work which they who fought here have thus far so nobly advanced. It is rather for us to be here dedicated to the great task remaining before us—that from these honored dead we take increased devotion to that cause for which they gave the last full measure of devotion—that we here highly resolve that these dead shall not have died in vain—that this nation, under God, shall have a new birth of freedom—and that government: of the people, by the people, for the people, shall not perish from the earth.

Auf Spiegel Online lese ich:

“Rund hundert Hochschullehrer nahmen gegen Geld Doktoranden an. Die meisten der Professoren werden laut Staatsanwaltschaft wohl glimpflich davonkommen, etwa mit einem Bußgeld. Anklagen wegen Bestechlichkeit soll es nur wenige geben.

Als hätte es noch einer Entzauberung der akademischen Elite bedurft – die Affäre um dubiose Promotionsverfahren wird eine nachhaltig rufschädigende Wirkung haben. Für den überwiegenden Teil der etwa hundert Hochschullehrer, die gegen Geld Doktoranden angenommen und mit dem begehrten Titel beglückt haben, wird sie aber wohl ohne gravierende juristische Konsequenzen bleiben.”

Irgendwie kotzt mich das an. Wird es wenigstens bekannt, wer das war, so dass sie wenigstens auf anderen Ebenen die Folgen spüren? Wie wäre es z.B. mit einem Publikationsboykott?

Sie wollen Nietzsche auf dem T-Shirt? Habermas auf dem Boppes? Kein Problem, denn ab heute bieten wir in unserem Shop eigens für Sie kreierte Wissenshirtz mit coolen Motiven an. Große Texte der Menschheit aus Kultur und Wissenschaft, umgewandelt in eine Tag-Cloud und als T-Shirt Motiv. Von Shakespeare über Porter und die UN-Charta bis hin zur Bergpredigt.

CaesarAber halt: Wissen und Style – wie passt das zusammen?

Die Idee für den Shirtshop entstand, als wir (die scholarz.net-Praktikannten) unsere Magisterarbeiten nach monatelangem Recherchieren, Schreiben und Herzblut-hineinstecken endlich abgegeben hatten – unsere Freude darüber war viel zu groß, als dass wir unser „Baby“ einfach so hätten ins Regal stellen und dem Staub ausliefern können. Durch einen Zufall stießen wir auf das kostenlose Onlinetool wordle.net, das so gut wie jeden Text in schicke Wortwolken („Tag-Clouds“) verwandelte und unsere Arbeiten in ganz neuem Licht erstrahlen ließ. Einige dutzend Optimierungsversuche später war klar, dass wir hier genau das Richtige gefunden hatten.

Lincoln SHirtArbeitserfolge in coolen Motiven verpacken und damit T-Shirts veredeln – die Reaktionen unserer Freunde und Kommilitonen fielen mehr als nur positiv aus. Warum nicht gleich etwas Ungewohntes ausprobieren und die große Arbeit auf Boxershorts drucken?

Da unsere eigenen Arbeiten frühestens in 10 Jahren Weltruhm erreichen werden (;-)), präsentieren wir Ihnen zum Auftakt weltbekannte Klassiker aus Politik, Zeitgeschichte und den Naturwissenschaften ebenso wie literarische Meisterwerke und ausgewählte Gesetzestexte. Verläuft das Experiment „Wissenshirtz“ erfolgreich, werden schon bald weitere Motive folgen. Vielleicht wird es dann auch möglich sein, Ihre eigenen Abschlussarbeiten als Word Cloud am Körper zu tragen.

Wir freuen uns auf euer Feedback und viele neue Motivideen! Hier geht es direkt zu den Motiven.

Promovieren neben dem Beruf

November 10th, 2009

Voll berufstätig zu sein und trotzdem nebenher noch zu promovieren ist eine besondere Herausforderung. Die Psychologin Dr. Helga Knigge-Illner von der Psychologischen Beratung der Freien Universität Berlin hat sich viel mit dem Thema beschäftigt, bietet Workshops für Promovierende an und hat einen Promotionsratgeber geschrieben.

Als die größten Herausforderungen gelten:

- Zeitmanagement
Wer an drei Fronten kämpft (Beruf, Promotion & Privatleben) muss sich die Zeit gut einteilen. Feste Zeiten und die Disziplin sie einzuhalten, sind unabdingbar. Jeder muss wissen, dass bestimmte Zeiten für die Diss reserviert und unantastbar sind.

- Netzwerke
Wer am Lehrstuhl promoviert ist in die Forschungsgemeinschaft eingebunden. Man tauscht Tips & Tricks aus, verbreitet aktuelle Neuigkeiten, wie eine neue Promotionsordung, und diskutiert die jüngsten Forschungsergebnisse. Als externer Doktorand muss man sein Forschungsnetzwerk besonders pflegen, um an den Informationsfluss angebunden zu bleiben. Regelmäßige Termine mit dem Doktorvater, Doktorandenkolloquien und Forschungstagungen können hilfreich sein. Ein guter Rahmen für den Austausch mit anderen Doktoranden kann auch das Netzwerk Thesis sein.

- Doppelbelastung
Bevor man das Wagnis eingeht, sollte man sich gut überlegen, ob man die Kraft und die Ausdauer hat, über mehrere Jahre hinweg beiden Belastungen standzuhalten. Achten Sie dann auch trotz Doppelbelastung auf ausreichend Freiräume und Pausen.

Mehr Tips für den Weg zur Promotion finden sich in Frau Knigge-Illners Buch:

“Kostenlose Bücher für Studenten – keine Gebühr, keine Registrierung, kein Haken. Zu schön um wahr zu sein? Nein! Das Internationale Verlagshaus StudentenSupport.de bietet kostenlose Studienbücher für Studenten.  Alle Bücher können kostenlos als PDF unter StudentenSupport.de geladen werden.”

So stellt sich eine neue Seite vor, deren Macher mir vor ein paar Tagen schrieben. Klingt nach einer guten Idee.
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