“Kostenlose Bücher für Studenten – keine Gebühr, keine Registrierung, kein Haken. Zu schön um wahr zu sein? Nein! Das Internationale Verlagshaus StudentenSupport.de bietet kostenlose Studienbücher für Studenten. Alle Bücher können kostenlos als PDF unter StudentenSupport.de geladen werden.”
So stellt sich eine neue Seite vor, deren Macher mir vor ein paar Tagen schrieben. Klingt nach einer guten Idee. Read more »
Es gibt viele wertvolle Produktivitäts-Tipps, die einem helfen effizienter zu forschen. Einige EInzelbereiche haben wir ja in den letzten Wochen vorgestellt. Heute stellen wir die Top 10 der grundlegenden Ratschläge vor.
1. Machbare To-Do-Listen. Schreiben Sie Ihre To-Do-Listen so, dass sie Ihnen tatsächlich helfen, statt zu einer wilden Ablage zu werden. Definieren sie kleine, konkrete Aufgaben, indem Sie große Projekte herunterbrechen. Sammeln Sie Ihre Projekte und Dinge die Sie “irgendwann” erledigen wollen in eigenen Listen. In der To-Do-Liste sollte nur stehen, was Sie tatsächlich als nächstes/jetzt/heute angehen wollen. Hier haben wir die Grundzüge guter To-Do-Listen ausführlicher vorgestellt.
2. Magische Suchfähigkeiten. Kein Jurist kennt alle Gesetze. Kein Mensch kann alles wichtige im Kopf haben. Im Informationszeitalter ist die Fähigkeit Dinge zu finden von größter Bedeutung. Besuchen Sie die Einführungskurse Ihrer Bibliothek, lernen Sie die Suchfunktionen ihres Betriebssystems und Ihres EMail-Programms kennen, beschäftigen Sie sich ausführlicher mit den kleinen Google-Tricks. Z.B. hier.
3. Wiedervorlage. Erinnern Sie sich selbst. Sie müssen etwas in 11 Wochen erledigen? Dann richten Sie ein System ein, dass Sie in 11 Wochen daran erinnert. (Die “Getting Things Done” (GTD) Jünger nennen dies “Tickler File”.) Sei es ganz klassisch ein Ordner mit Ablage für verschiedene Monate, sei es ein Online-Kalender, der Ihnen zur Zeit x eine SMS schickt.
4. Geistesblitze festhalten. Ideen halten sich nicht an den Stundenplan, sie kommen irgendwann. Und bis man wieder am Schreibtisch sitzt, sind sie wieder weg. Notieren Sie alles, was Ihnen in den Sinn kommt. Sei es mit einem Block, sei es in Evernote auf Ihrem Smartphone.
5. Timer und Zwischensprint. Mühen Sie sich nicht den ganzen Tag mit einer Riesen-Aufgabe ab. Picken Sie sich Teilaufgaben raus, formulieren Sie ein klares Ziel, starten Sie die Stoppuhr und gehen Sie exakt 10 Minuten mit aller Kraft auf diese Aufgabe los. Dann Pause und nächste Aufgabe.
6. Inbox Zero.
Die Email-Flut überwältigt viele. Ein System zur Bewältigung der Flut ist Inbox Zero. Die Grundidee: Mails nur zu festen Zeiten am Stück durcharbeiten, dann alle Kleinigkeiten sofort erledigen, Unnötiges löschen oder weiterdelegieren, den Rest in die To-Do-Listen aufnehmen, Mail löschen. Der Posteingang sollte jeden Abend leer sein.
7. Tastaturkürzel. Dauernd die Hand von der Tastatur zur Maus zu bewegen, mit dieser dann über den halben Bildschirm zu wandern und dann irgendein Menü zu suchen, kostet viel Zeit. Lernen sie die Tastaturkürzel für Ihre wichtigsten Befehle. Z.B. Befehl-S sichert, Befehl-C kopiert und Befehl-V fügt wieder ein. Hier gibt es die wichtigsten Kürzel für Apple und Windows.
8. Automatische Textersetzung. Manche Textblöcke schreibt man immer wieder. “Sehr geehrte Damen und Herren” kostet auch Schnelltipper etwas Zeit. Warum nicht einfach ein Kürzel eingeben und den Computer die Arbeit machen lassen? Hier zeigen wir wie.
9. Computer schneller bedienen. Natürlich kann man für alles das entsprechende Programm öffnen, die jeweilige URL eingeben oder alle Ordner durchklicken um eine Datei zu finden. Oder man verwendet ein zentrales Steuerprogramm (”Keystroke Launcher”), das alles kann und weiß und schon nach wenigen Buchstaben weiß, was ich wollen könnte. Klingt verrückt? Probieren Sie es aus: Quicksilver auf dem Mac, Launchy für Windows.
10. Kluge Backups. Was hilft die schönste und effizienteste Arbeit, wenn man sie wieder verliert? Achten Sie daher auf ein intelligentes System von Sicherheitskopien. Hier geben wir ein paar Ratschläge.
Böse Zungen behaupten ja, dass einige wissenschaftliche Disziplinen nur davon leben, einfache Sachverhalte möglichst kompliziert auszudrücken, damit kein normaler Mensch sie versteht, damit keiner merkt, wie banal sie sind, damit die Leute denken es wäre anspruchsvolle Wissenschaft, damit sie eine Daseinsberechtigung an der Uni haben. Da werden manchmal die abstrusesten Formeln und Fremdwörter und Grafiken konstruiert, nur um einfachem Handwerkszeug einen wissenschaftlichen Anstrich zu geben.
Kürzlich habe ich ein zwar recht einfach gehaltenes, aber trotzdem witzig-ironisches Beispiel auf dem lifehacker-Blog gefunden. Der “Soll ich es kaufen Entscheidungshilfe-Flowchart”:
Ein wichtiger Baustein vieler Selbstmanagement- und Produktivitäts-Systeme ist die richtige Pflege des Email Posteingangs. Emails können extreme Zeitfresser sein. Nicht nur, dass es viel zu viele sind, die sich im Posteingang oft zu unübersichtlichen Haufen türmen, sie reißen sie uns auch aus unserem Arbeitsfluss: Man vertieft sich gerade in eine Quelle, oder schreibt dieses knifflige Kapitel in seiner Doktorarbeit, plötzlich ertönt dieses unverkennbare Geräusch: Bing, Sie haben eine neue Email. Während man weiterliest schleicht sich dieser Gedanke in den Hinterkopf. “Wer das wohl war? Ob es wichtig ist? Ich könnte doch mal nachsehen.” Dann klickt man nur mal schnell rüber und schon ist man wieder aus seiner Konzentration und dem Arbeitsrhythmus gerissen.
Ich versuche mich daher an drei Grundregeln zu halten: 1. Feste Zeiten
2. Inbox Zero
3. Die glorreichen Drei Read more »
“Für die Bundesregierung ist klar: Das Urheberrecht muss auch im Internet seinen Platz finden. Deshalb lehnen wir es ab, dass ohne jeden urheberrechtlichen Schutz die Bücher einfach eingescannt werden, wie dies von Google gemacht wird.” sagt Angela Merkel.
Finde ich gut, dass endlich mal jemand Google in die Schranken weisen möchte. Wobei man wissen muss, dass nicht nur Google einen haarsträubenden Umgang mit Datenschutz und Urheberrecht hat. Das gilt für die meisten Mainstream-Anbieter im Internet. Wussten Sie schon: wenn Sie Daten bei Google speichern, darf Google sie durchsuchen und verwerten. Wenn Sie Bilder bei Flicker hochladen, gehören sie Flicker, usw. Ich finde das grauslich. Ich wiederhole mich, aber es bleibt aktuell: der Gedanke, dass Google meine Doktorarbeit durchsucht, bevor ich sie veröffentlicht habe, ist mir zuwider.
Bei scholarz.net fahren wir eine entgegengesetzte: absoluter Schutz der Privatsphäre. Ihre Daten gehören Ihnen und nur Ihnen und nur das wird von irgendwem durchsucht, das Sie ausdrücklich dafür freigeben. Der Rest ist privat. Und mit privat meinen wir privat. Wir sind zwar nur eine kleine Nische, aber dafür eine Forscher-freundliche Nische.
Und damit meine ich nicht die Forschung und das Schreiben der eigentlichen Dissertation. Sebastian hat in seinem Promotionsblog eine schöne Grafik über den formalen Ablauf einer Doktorarbeit gepostet.
Wenn ich mir die Promotionsordnung (hier der Technischen Fakultät der Universität zu Kiel, aber in Würzburg wird es ähnlich sein) so ansehe und überlege, wo ich gerade stehe und welche Verfahrensschritte noch vor mir stehen, wird mir etwas flau im Magen…
Jeder kennt sie: diese scheinbaren Genies, die das ganze Semester feiern, zwei Tage vor der Klausur den Stoff rein klopfen und immer damit durchkommen. Einen anderen Eindruck vermittelt die Statistik eines münchener Informatikers, die ich im Erlebt-Blog gefunden habe:
Die Studenten, die die Klausur bestanden haben, haben im Durchschnitt 10 der wöchentlichen Übungsaufgaben selbst, vor der Übungsstunde ausgearbeitet.
Die Studenten, die die Klausur nicht bestanden haben, nur im Durchsschnitt 1,5.
Ich bin bekanntermaßen Effizienzfanatiker. Es gibt so viele kleine Handgriffe, über die man kaum nachdenkt, die einem dennoch in der Summe viel Zeit kosten. Dazu gehören auch tausende von Mausklicks, die wir Tag für Tag machen.
Dauernd schieben wir den Mauszeiger von einem Ende des Bildschirms an den anderen, suchen irgendeinen Befehl in irgendeinem Menü und schieben den Zeiger wieder zurück. Noch schlimmer ist es, wenn wir die Maus dafür extra in die Hand nehmen müssen. Z.B. weil wir gerade in Word einen Text tippen, aber zwischendrin speichern wollen.
Mit Tastaturkürzeln lässt sich viel Zeit sparen. Z.B. Befehl-S sichert, Befehl-C kopiert und Befehl-V fügt wieder ein. Zwei Fingerbewegungen und die Sache hat sich. Es lohnt sich, die Kürzel für Ihre wichtigsten Befehle zu lernen. Hier gibt es die wichtigsten Kürzel für Apple und Windows.
Für die meisten Beele gibt es schon standard Kürzel. Darüber hinaus lassen sich bei Apple lassen sich in den Systemeinstellungen für alle Programme eigene Kürzel definieren. (Bei Windows bin ich mir nicht sicher. Kennt sich da einer von Ihnen aus?) Z.B. habe ich mir ein Kürzel definiert, mit dem ich in Mail zwischen meinen verschiedenen Absender-Adressen umschalten kann.
Wenn man die Sache perfektionieren möchte, gibt es – wie fast immer – Spezialsoftware mit tollen Zusatzfunktionen. Ich habe eine Zeitlang mit QuicKeys gearbeiten, das es für Mac und Windows gibt.
Das neue Semester beginnt. Die Zeit in der die Assistenten relativ ruhig forschen können geht zu Ende . Wir wünschen allseits einen guten Start. Dieses Jahr scheint im Zeichen neuer Einschreib-Rekorde zu stehen. Einige Unis vermelden die höchste Zahl an Studienanfängern ihrer Geschichte. Viel zu tun für die Assistenten.
Passend zum Semesterstart beschäftigen sich einige Uni-Presseerklärungen mit dem Thema Lehre. Nach und nach scheint sich hier etwas zu bewegen. Während man früher oft den Eindruck hatte, dass es sich nur um ein notwendiges Übel handelt (”Blöde Studenten, halten mich von meiner Forschung ab.”), rückt sie bei immer mehr Universitäten in den Fokus. Der Wettbewerb “Lehre im Fokus” hat seine Sieger verkündet:
Die Hochschulen mit den besten strategischen Gesamtkonzepten zur Stärkung der Hochschullehre sind unter den Fachhochschulen:
Hochschule Bremerhaven, HAW Hamburg, FH Köln, FH Potsdam
Sechs Siegeruniversitäten werden künftig gefördert und erhalten das Preisgeld von je einer Million Euro:
RWTH Aachen, Universität Bielefeld, Universität Freiburg, TU Kaiserslautern, TU München, Universität Potsdam
Interessant finde ich z.B. die neuen Ansätze der TU München. Dort gibt es neuerdings Freisemester für die Lehre, in denen man neue Skripte konzipieren kann, u.ä. Das hat manch einer wirklich dringend nötig. Außerdem ist es ein gutes Zeichen, einen Kontrapunkt zu den Forschungsfreisemestern zu setzen. Lehre endlich nicht nur als lästige Pflicht, von der man gerne befreit werden möchte.
Eine weitere gute Entwicklung zum Thema Lehre ist in meinen Augen die Verbreiterung des Angebots um praxisrelevante Vorlesungen. Die Uni Würzburg bietet neuerdings im Rahmen des Career Service Schulungen an, die auf den Berufseinstieg vorbereiten. Angefangen von Rhetorik über Präsentationen bis hin zur Berufsfindung. In die Richtung gab es zwar an meinen Unis immer wieder mal vereinzelte Angebote engagierter Professoren, aber nie umfassend und strukturiert.
Hoffen wir, dass diese Tendenzen anhalten und sich über unsere ganze Hochschullandschaft verbreiten