Kriterien zur Einschätzung des wissenschaftlichen Potenzials von Dissertationsthemen (nach Nünning/Sommer: Handbuch Promotion):

Kriterien zur Einschätzung des wissenschaftlichen Potenzials von Dissertationsthemen (nach Nünning/Sommer: Handbuch Promotion):

Wer war eigentlich der älteste Promovend? Mit Sicherheit lässt sich so etwas schwierig sagen, aber rekordverdächtig ist folgender Herr: Heinz-Karl Völkel hatte nach seinem Renteneintritt mit 60 Jahren ein Studium der Volkswirtschaftslehre begonnen. Nach 8 Jahren Studium arbeitete er 12 Jahre an seiner Doktorarbeit – und wurde mit 80 zum Dr. rer. pol. promoviert. Respekt!
Die ganze Zeit lag unser Fokus nur auf dem einzelnen Promovenden. Doch wieviele solcher “Schützlinge” kann eigentlich ein Doktorvater “durchbringen”?
Schwerer zu beurteilen ist natürlich, was ein besonders “extremes” Dissertationthema ist. Hier sind zwei meiner Favoriten:
Besonders geschickt machte es Hansjoachim Tiedge. Er war im Dienste der Bundesamtes für Verfassungsschutz zuständig für die Abwehr der Nachrichtendienste der DDR, wechselte jedoch die Seiten, um schließlich in der DDR eine Doktorarbeit über “Die Abwehrarbeit der Ämter für Verfassungsschutz in der Bundesrepublik Deutschland” zu schreiben. Für sich favoritenträchtig ist zudem der Titel einer weiteren Arbeit aus der DDR: “Die Entwicklung operativer Vorgänge zum systematischen Eindringen in die exekutive Führungszentrale des Bundeskanzlers in der BRD (Bundeskanzleramt)”.
Ist die Doktorarbeit einmal abgegeben, müssen nur noch die Gutachten geschrieben, die mündliche Prüfung gehalten und das Werk veröffentlicht werden. Nur noch die Gutachten?
Promovieren ist oft eine trockene Angelegenheit. Grund genug, sich mal mit ein paar witzigen Fakten rund um Doktorarbeiten zu beschäftigen. In Ingo von Münchs Buch “Promotion” gibt es eine Sammlung der kuriosesten Fälle in der Geschichte der Promotion, von denen ich Ihnen einige der extremsten Beispiele hier nicht vorenthalten will:
![]()