Wie kann man bewirken, dass die eigenen Forschungsergebnisse im Internet besser gefunden werden? Dies ist wichtig für die Sichtbarkeit der eigenen Arbeit und die Zitationshäufigkeit. Jöran Beel hat diese Frage zusammen mit seinen Kollegen Bela Gipp und Erik Wilde wissenschaftlich untersucht und stellt die Ergebnisse in einem Gastbeitrag vor::

Wissenschaftler sind faszinierend. Sie investieren Wochen, Monate, ja manchmal sogar Jahre in die Erstellung eines wissenschaftlichen Artikels, zahlen oftmals Hunderte Euro um diesen Artikel dann auf einer Konferenz präsentieren zu dürfen und dann? Dann wenden sie sich dem nächsten Artikel zu, und hoffen, dass ihre alten Artikel von irgendjemandem gelesen und im Idealfall auch noch zitiert werden.

Webmaster sind da anders. Jeder, der eine Website erstellt und diese halbwegs ernsthaft betreibt, hat sich schon einmal Gedanken über „Suchmaschinenoptimierung“ gemacht. Das heißt, er hat sich die Fragen gestellt: Wird meine Webseite eigentlich von Google gefunden? Und indiziert? Und wenn jemand bei Google nach dem Stichwort XYZ sucht, steht meine Seite dann ganz oben in der Ergebnisliste? Und wenn nicht, wie kann ich das ändern? Im Internet gibt es eine riesige Community, die sich mit diesen Fragen beschäftigt (Stichwort SEO, Search Engine Optimization).

seo_blocksWissenschaftler könnten hier viel von Webmastern lernen. Schließlich nutzen viele Wissenschaftler akademische Suchmaschinen wie Google Scholar für Ihre Literaturrecherche – manche gehen gar nicht mehr in die Bibliothek. Das heißt, Paper die nicht in Google Scholar, CiteSeer, etc. gelistet sind, existieren für manche (viele?) Wissenschaftler gar nicht. Dementsprechend sollten sich Wissenschaftler ebenfalls die Fragen stellen: Wird mein Paper eigentlich von Google Scholar gefunden? Und indiziert? Und wenn jemand bei Google Scholar nach dem Stichwort XYZ sucht, steht mein Paper dann ganz oben in der Ergebnisliste? Und wenn nicht, wie kann ich das ändern?

Zusammen mit zwei Kollegen habe ich im letzten Jahr Google Scholar untersucht, um herauszufinden, wie Google Scholar wissenschaftliche Artikel für eine Stichwortsuche rankt. Die Ergebnisse wurden diesen Monat in unserem Paper „Academic Search Engine Optimization (ASEO): Optimizing Scholarly Literature for Google Scholar and Co.“  im Journal of Scholarly Publishing veröffentlicht (vol. 41, no.2). Die wichtigsten Ergebnisse wollen wir hier vorstellen.

Bevor man überhaupt anfängt zu schreiben, muss man sich im Klaren darüber sein, für welche Stichworte inkl. möglicher Synonyme der Artikel optimiert werden soll. Es gibt viele Tools die einem helfen passende Stichworte zu finden, z.B. Google Trends, Google Insights, Google Adwords, Google Keyword Tool und Spacky.

Die wichtigsten Stichworte sollten dann möglichst oft im Artikel erwähnt werden und auch im Abstract und Titel.  Außerdem sollte mindestens jedes mögliche Synonym mindestens einmal im Artikel irgendwo erwähnt werden. Es liest sich vielleicht nicht ganz so gut wenn man beispielsweise einmal „Research Article“ und einmal „Scientific Article“ schreibt aber es erhöht die Wahrscheinlichkeit später bei Google Scholar gefunden zu werden.

Bei der Angabe von Namen, insbesondere seines eigenen, sollet man konsistent sein falls es verschiedene Möglichkeiten gibt den Namen zu schreiben. In meinem Fall sollte man also immer „Jöran“ schreiben und nicht ab und zu „Joeran“ (falls es gerade kein Ö auf der Tastatur gibt) oder „Joran“. Anderenfalls wird Google Scholar Schwierigkeiten haben die Namen zu identifizieren und Zitationen richtig zuzuordnen.

Der wichtigste Faktor für ein gutes Ranking bei Google Scholar sind Zitationen. Das heißt, wann immer es passt, sollte man seine eigenen Arbeiten zitieren. Google Scholar unterscheidet nämlich nicht zwischen Selbstzitationen und Zitationen von Dritten. Sprich, jede Referenz erhöht das Ranking (natürlich sollte man nicht jeden x-beliebigen Artikel von sich zitieren, das versteht sich von selbst). Es kann auch nicht schaden in der Referenzliste bei den eigenen Artikeln anzugeben wo diese heruntergeladen werden können. Unter Umständen nutzen akademische Suchmaschinen diese Links und auch wenn nicht, hilft dies zumindest den Lesern.

Ein Punkt, über den sich unserer Erfahrung nach die Wenigsten Gedanken machen sind Grafiken und Tabellen.  Oftmals enthalten Grafiken und Tabellen wichtige Schlüsselwörter aber werden als normale Grafik eingefügt (z.b. JPEG, GIF, PNG oder BMP). Das Problem ist, dass Google Scholar „normale“ Grafiken nicht indiziert. Es ist also sehr wichtig, dass Grafiken und Tabellen als normaler Text oder Vektorgrafik eingefügt werden. Nur so kann Google Scholar den Inhalt verstehen und den Artikel für entsprechende Suchen in der Ergebnisliste anzeigen.

Schließlich muss der Artikel von Google Scholar gefunden werden können. Wurde er bei einem bekannten Publisher (z.B. IEEE oder ACM) veröffentlicht, wird Google Scholar automatisch den Artikel vom Publisher erhalten.  Kooperiert der Publisher nicht direkt mit Google Scholar, ist die einfachste Möglichkeit, den Artikel später aus einem anderen Artikel heraus zu zitieren der bei Google Scholar indiziert ist. In jedem Fall sollte der Volltext des Artikels auch im Internet veröffentlicht werden, beispielsweise auf der eigenen Homepage oder der Institutswebseite. Nur so kann Google Scholar den Volltext indizieren und darauf verlinken.  Zwar verlinkt Google Scholar auch PDFs z.B. von ACM oder IEEE aber diese können in der Regel nur gegen Gebühr heruntergeladen werden. Wenn man also möchte, dass möglichst viele Leute einen Artikel lesen, sollte dieser als PDF frei verfügbar im Internet sein (natürlich muss man aufpassen, dass der eigentliche Publisher diese Praxis auch erlaubt). Es kann auch helfen den Artikel bei den verschiedensten sozialen Netzwerken hochzuladen. Zum Beispiel hat Google Scholar in Experimenten von uns Artikel indiziert die auf www.academia.edu hochgeladen waren obwohl diese Artikel Google Scholar vorher unbekannt waren.

Zu guter Letzt bietet Google Scholar eine sehr interessante Funktion. Wenn Google Scholar zwei PDFs von dem gleichen Artikel findet und diese PDFs sich leicht unterscheiden, indiziert Google Scholar beide PDFs so, als wären sie ein PDF. Das heißt, wenn man irgendwann feststellt, dass einige wichtige Stichworte in einem bereits veröffentlichten Artikel fehlen, dann könnte man eine modifizierte Version im Internet veröffentlichen und wenn Google Scholar dieses PDF indiziert hat würde der (alte) Artikel zu diesen Wörtern gefunden. In wieweit dies dem Wissenschaftskodex entspricht, wäre – unserer Meinung nach – höchste Zeit zu diskutieren.  Wir halten es für sinnvoll, sofern der modifizierte Artikel als solcher gekennzeichnet wird.

Mehr Informationen können in den folgenden Artikeln gefunden werden, die alle zum Download auf http://www.sciplore.org/publications_en.php angeboten werden.

Jöran Beel, Bela Gipp, and Erik Wilde. Academic Search Engine Optimization (ASEO): Optimizing Scholarly Literature for Google Scholar and Co. Journal of Scholarly Publishing, 41 (2): 176–190, January 2010.

Jöran Beel and Bela Gipp. Google Scholar’s Ranking Algorithm: The Impact of Citation Counts (An Empirical Study). In André Flory and Martine Collard, editors, Proceedings of the 3rd IEEE International Conference on Research Challenges in Information Science (RCIS’09), pages 439–446,

Jöran Beel and Bela Gipp. Google Scholar’s Ranking Algorithm: An Introductory Overview. In Birger Larsen and Jacqueline Leta, editors, Proceedings of the 12th International Conference on Scientometrics and Informetrics (ISSI’09), volume 1, pages 230–241, Rio de Janeiro (Brazil), July 2009.

Jöran Beel and Bela Gipp. Google Scholar’s Ranking Algorithm: The Impact of Articles’ Age (An Empirical Study). In Shahram Latifi, editor, Proceedings of the 6th International Conference on Information Technology: New Generations (ITNG’09), pages 160–164, Las Vegas (USA), April 2009.

Wo liegt meine Leidenschaft? Was ist meine große Fähigkeit? Wie finde ich den Job, der mich erfüllt?

Konfuzius sagte “”Such dir eine Aufgabe, die du liebst und du wirst nie wieder arbeiten müssen.”
Martin Luther prägte den Begriff “Beruf” als Ableitung von dem eigentlich geistlich zu verstehendem Begriff “Berufung”.

Doch wie viele leben im Beruf wirklich ihre Berufung? Zum Ende von Studium und Promotion hin wird dies Frage immer drängender: was will und kann ich wirklich? Wo liegen meine Berufung und Leidenschaft? Bleibe ich an der Uni, gründe ich ein Startup oder bewerbe ich mich lieber in der Verwaltung?

Natürlich kann uns niemand diese Frage abnehmen, aber es gibt Techniken, die einem helfen, dem Kern der Frage näher zu kommen.

1. Worin sind Sie gut?
Jeder Mensch hat Fähigkeiten und Stärken. Jeder hat Situationen erlebt, die er/sie gut gemeistert hat. Das zeigt sich schon in der Kindheit und verfestigt sich nach und nach. Waren Sie ein guter Schreiber, Redner, Zeichner, Organisator, Erklärer, Freund, Handwerker…? Denken Sie mal darüber nach. Nehmen Sie sich mindestens 30 Minuten für diese Frage. Rufen Sie sich möglichst viele Aufgaben ins Gedächtnis, die Sie gut erfüllt haben. Im Arbeitsalltag, Projekten, Ehrenamt und Hobby. Machen Sie eine Liste. Ich bin überzeugt: da wo Ihre Begabung liegt, da liegt auch Ihre Berufung.
Und Achtung: Stellen Sie Ihr Licht nicht unter den Scheffel. Viele Menschen denken, dass ihre Fähigkeit nichts besonderes sei. “Das ist doch selbstverständlich, das kann doch jeder.” Dabei übersehen Sie, dass sie genau hier eine Stärke haben.

2. Was fasziniert Sie?
Manchmal packt einen im Alltag eine Begeisterung. Man macht etwas und ist plötzlich Feuer und Flamme. Das können kleine Aufgaben im Arbeitsalltag sein, oder in der Freizeit, oder in Beziehungen. Was waren das für Momente? Bei welchen Tätigkeiten vergessen Sie die Zeit? Nehmen Sie sich wieder eine halbe Stunde und schreiben Sie alles auf.

3. Worüber lesen Sie?
Welche Themen können Sie stundenlang verschlingen? Auf welche Zeitung freuen Sie sich besonders? Worum geht es in den Blogs, die Sie abonniert haben? In welcher Ecke des Buchladens treiben Sie sich immer herum? Schreiben Sie alle Themen auf Ihre Liste.

4. Wovon träumen Sie heimlich?
Vielleicht gibt es irgendeinen verrückten und unrealistischen Traum, irgendeinen ausgefallenen Beruf, der Sie heimlich reizt? Sie wollten schon immer Autor, Künstler, Arzt, Bundeskanzler, Unternehmer, oder sonst etwas sein, aber eine Angst oder ein Selbst-Zweifel hat Sie davon abgehalten? Schreiben Sie den Traum auf Ihre List, egal wie absurd. Auch wenn Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit nie BundeskanzlerIn sein werden, so kann der Traum doch ein Fingerzeig sein.

5. Lernen, fragen, notieren
Ok, Sie haben eine Liste. Vielleicht kristallisieren sich schon die ersten roten Fäden heraus. Nehmen Sie sich den Punkt von der Liste, der Sie am meisten begeistert. Jetzt finden Sie alles darüber heraus. Reden Sie mit Leuten, die in diesem Bereich erfolgreich sind: vielleicht über ihren Blog, oder per Mail, oder auf Konferenzen. Finden Sie heraus, welche Fertigkeiten man für diese Tätigkeit benötigt und wie der Alltag aussieht.

6. Experimentieren, ausprobieren
Machen Sie etwas in dem Bereich, der Sie fasziniert. Wie fühlt es sich an, wenn Sie es im kleinen ausprobieren? Versuchen Sie etwas Feedback zu bekommen. Aber viel wichtiger: achten Sie darauf, wie es sich anfühlt, wie es Ihnen dabei geht. Freuen Sie sich darauf, reden Sie gerne darüber, sind Sie mit Begeisterung dabei?

7. Dinge eingrenzen
Wiederholen Sie die Schritte 5 & 6 mit verschiedenen Punkten von Ihrer Liste. Das kann ein paar Monate dauern.  Dann fragen Sie sich:
Bei welcher Tätigkeit war ich mit der größten Begeisterung bei der Sache? Aus welcher dieser Dinge kann ich etwas ableiten, womit ich meinen Lebensunterhalt verdienen könnte? Wofür würden die Menschen zahlen? Was könnten Sie sich vorstellen, mehrere Jahre lang zu machen? Wählen Sie eine Aufgabe und wagen Sie die Schritte 8-10.

8. Die Furcht besiegen
Dies ist für die meisten die größte Hürde. Sicherheitsdenken, Selbstzweifel und die Furcht vor dem Scheitern. Aber sie sind überwindbar. 1. Anerkennen und benennen Sie alle Ängste. 2. Schreiben Sie jeden Zweifel auf, um ihn zu externalisieren. 3. Akzeptieren Sie ihn. Es ist keine Schande, Angst zu haben. Die hat jeder vernünftige Mensch. 4. Malen Sie sich das Schlimmste aus, was passieren könnte. Was ist der Worst Case? Meistens ist er nüchtern betrachtet gar nicht so dramatisch. 5. Unternehmen Sie die ersten Schritte. Machen Sie so kleine Schritte wie möglich, freuen Sie sich über alles, was passiert. Feiern Sie jeden noch so kleinen Erfolg.

9. Zeit nehmen
Sie haben nicht die Zeit ihrer Berufung zu folgen? Verdammt, dann nehmen Sie sich die Zeit! Wenn Ihnen etwas wirklich wichtig ist, dann können Sie es auch einrichten. Machen Sie es zu einer Priorität. Stehen Sie eher auf, machen Sie es in der Mittagspause, oder am Wochenende. Wahrscheinlich müssen Sie dafür etwas anderes aufgeben, aber “wat mutt, dat mutt.”

10. Den Lebensunterhalt verdienen

Bei aller Begeisterung: man muss auch davon leben können. Das wird nicht über Nach passieren. Sie müssen anfangen, gut darin werden, mit Leidenschaft bei der Sache sein. Das kann Monate, sogar Jahre dauern, aber es macht ja auch Freude. Nach und nach können Sie einen Weg finden davon zu leben. Überlegen Sie sich: wofür wären die Leute bereit zu zahlen? So kann aus dem Hobby ein Nebeneinkommen werden, und daraus ein Lebensunterhalt.

Viele von uns stehen noch relativ am Anfang unserer Laufbahn. Das macht es leichter. Trotzdem braucht es eine Menge Mut, seine Entscheidungen nach den Kriterien Berufung, Begabung, Leidenschaft auszurichten. Aber wenn ich mich so umsehe, komme ich zu der Überzeugung dass es sich lohnt. Es scheinen die glücklicheren Menschen zu sein, die diesen Weg gegangen sind.

(Inspiriert durch und angelehnt an “The Short but Powerful Guide to Finding Your Passion” auf “Zen Habits“.)

Es gibt viele wertvolle Produktivitäts-Tipps, die einem helfen effizienter zu forschen. Einige EInzelbereiche haben wir ja in den letzten Wochen vorgestellt. Heute stellen wir die Top 10 der grundlegenden Ratschläge vor.

1. Machbare To-Do-Listen. Schreiben Sie Ihre To-Do-Listen so, dass sie Ihnen tatsächlich helfen, statt zu einer wilden Ablage zu werden. Definieren sie kleine, konkrete Aufgaben, indem Sie große Projekte herunterbrechen. Sammeln Sie Ihre Projekte und Dinge die Sie “irgendwann” erledigen wollen in eigenen Listen. In der To-Do-Liste sollte nur stehen, was Sie tatsächlich als nächstes/jetzt/heute angehen wollen. Hier haben wir die Grundzüge guter To-Do-Listen ausführlicher vorgestellt.

2. Magische Suchfähigkeiten. Kein Jurist kennt alle Gesetze. Kein Mensch kann alles wichtige im Kopf haben. Im Informationszeitalter ist die Fähigkeit Dinge zu finden von größter Bedeutung. Besuchen Sie die Einführungskurse Ihrer Bibliothek, lernen Sie die Suchfunktionen ihres Betriebssystems und Ihres EMail-Programms kennen, beschäftigen Sie sich ausführlicher mit den kleinen Google-Tricks. Z.B. hier.

3.  Wiedervorlage. Erinnern Sie sich selbst. Sie müssen etwas in 11 Wochen erledigen? Dann richten Sie ein System ein, dass Sie in 11 Wochen daran erinnert. (Die  “Getting Things Done” (GTD) Jünger nennen dies “Tickler File”.) Sei es ganz klassisch ein Ordner mit Ablage für verschiedene Monate, sei es ein Online-Kalender, der Ihnen zur Zeit x eine SMS schickt.

4.  Geistesblitze festhalten. Ideen halten sich nicht an den Stundenplan, sie kommen irgendwann. Und bis man wieder am Schreibtisch sitzt, sind sie wieder weg. Notieren Sie alles, was Ihnen in den Sinn kommt. Sei es mit einem Block, sei es in Evernote auf Ihrem Smartphone.

5.  Timer und Zwischensprint. Mühen Sie sich nicht den ganzen Tag mit einer Riesen-Aufgabe ab. Picken Sie sich Teilaufgaben raus, formulieren Sie ein klares Ziel, starten Sie die Stoppuhr und gehen Sie exakt 10 Minuten mit aller Kraft auf diese Aufgabe los. Dann Pause und nächste Aufgabe.

6.  Inbox Zero.
Die Email-Flut überwältigt viele. Ein System zur Bewältigung der Flut ist Inbox Zero. Die Grundidee: Mails nur zu festen Zeiten am Stück durcharbeiten, dann alle Kleinigkeiten sofort erledigen, Unnötiges löschen oder weiterdelegieren, den Rest in die To-Do-Listen aufnehmen, Mail löschen. Der Posteingang sollte jeden Abend leer sein.

Hier haben wir das Thema ausführlicher vorgestellt.

7.  Tastaturkürzel. Dauernd die Hand von der Tastatur zur Maus zu bewegen, mit dieser dann über den halben Bildschirm zu wandern und dann irgendein Menü zu suchen, kostet viel Zeit. Lernen sie die Tastaturkürzel für Ihre wichtigsten Befehle. Z.B. Befehl-S sichert, Befehl-C kopiert und Befehl-V fügt wieder ein. Hier gibt es die wichtigsten Kürzel für Apple und Windows.

8.  Automatische Textersetzung. Manche Textblöcke schreibt man immer wieder. “Sehr geehrte Damen und Herren” kostet auch Schnelltipper etwas Zeit. Warum nicht einfach ein Kürzel eingeben und den Computer die Arbeit machen lassen? Hier zeigen wir wie.

9.  Computer schneller bedienen. Natürlich kann man für alles das entsprechende Programm öffnen, die jeweilige URL eingeben oder alle Ordner durchklicken um eine Datei zu finden. Oder man verwendet ein zentrales Steuerprogramm (“Keystroke Launcher”), das alles kann und weiß und schon nach wenigen Buchstaben weiß, was ich wollen könnte. Klingt verrückt? Probieren Sie es aus: Quicksilver auf dem Mac, Launchy für Windows.

10. Kluge Backups. Was hilft die schönste und effizienteste Arbeit, wenn man sie wieder verliert? Achten Sie daher auf ein intelligentes System von Sicherheitskopien. Hier geben wir ein paar Ratschläge.

Gefunden im Lifehacker-Blog

Ein wichtiger Baustein vieler Selbstmanagement- und Produktivitäts-Systeme ist die richtige Pflege des Email Posteingangs. Emails können extreme Zeitfresser sein. Nicht nur, dass es viel zu viele sind, die sich im Posteingang oft zu unübersichtlichen Haufen türmen, sie reißen sie uns auch aus unserem Arbeitsfluss: Man vertieft sich gerade in eine Quelle, oder schreibt dieses knifflige Kapitel in seiner Doktorarbeit, plötzlich ertönt dieses unverkennbare Geräusch: Bing, Sie haben eine neue Email. Während man weiterliest schleicht sich dieser Gedanke in den Hinterkopf. “Wer das wohl war? Ob es wichtig ist? Ich könnte doch mal nachsehen.” Dann klickt man nur mal schnell rüber und schon ist man wieder aus seiner Konzentration und dem Arbeitsrhythmus gerissen.
email-posteingang
Ich versuche mich daher an drei Grundregeln zu halten:
1. Feste Zeiten
2. Inbox Zero
3. Die glorreichen Drei

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Ich bin bekanntermaßen Effizienzfanatiker. Es gibt so viele kleine Handgriffe, über die man kaum nachdenkt, die einem dennoch in der Summe viel Zeit kosten. Dazu gehören auch tausende von Mausklicks, die wir Tag für Tag machen.

Dauernd schieben wir den Mauszeiger von einem Ende des Bildschirms an den anderen, suchen irgendeinen Befehl in irgendeinem Menü und schieben den Zeiger wieder zurück. Noch schlimmer ist es, wenn wir die Maus dafür extra in die Hand nehmen müssen. Z.B. weil wir gerade in Word einen Text tippen, aber zwischendrin speichern wollen.

apfeltasteMit Tastaturkürzeln lässt sich viel Zeit sparen. Z.B. Befehl-S sichert, Befehl-C kopiert und Befehl-V fügt wieder ein. Zwei Fingerbewegungen und die Sache hat sich. Es lohnt sich, die Kürzel für Ihre wichtigsten Befehle zu lernen. Hier gibt es die wichtigsten Kürzel für Apple und Windows.

Für die meisten Beele gibt es schon standard Kürzel. Darüber hinaus lassen sich bei Apple lassen sich in den Systemeinstellungen für alle Programme eigene Kürzel definieren. (Bei Windows bin ich mir nicht sicher. Kennt sich da einer von Ihnen aus?) Z.B. habe ich mir ein Kürzel definiert, mit dem ich in Mail zwischen meinen verschiedenen Absender-Adressen umschalten kann.

Wenn man die Sache perfektionieren möchte, gibt es – wie fast immer – Spezialsoftware mit tollen Zusatzfunktionen. Ich habe eine Zeitlang mit QuicKeys gearbeiten, das es für Mac und Windows gibt.

Zeitmanagement für Studenten

Oktober 15th, 2009

Auch für Studenten wird Zeitmanagement zu einem immer wichtigerem Thema. Auf dem Imgriff-Blog gab es vor einiger Zeit einen guten Artikel.

Die wichtigsten Tipps:

•    Mach Dir klar: Was ist wirklich wichtig? Und was musst Du dafür tun? Ziele müssen herausfordern, aber zugleich auch realistisch und flexibel sein.
•    Analysiere über mehrere Wochen jeden Tag, womit Du Deine Zeit verbringst. Schreibe auf, wo, wann und wie lange Du effizient arbeitest – und wann, wie oft und wie lange Du dabei unterbrochen wirst.
•    Kontrolliere auch, ob Du effizient genug arbeitest: Ist der Zeitaufwand für eine Aufgabe angemessen? Kommt am Ende das gewünschte Ergebnis heraus? Oder gibt es zu viele Pausen und Unterbrechungen?

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Das Selbstorganisations-Prinzip “Getting Things Done” (GTD) gewinnt auch in Deutschland immer mehr Bekanntheit und Anhänger. In seiner Produktivitäts-Bibel beschreibt David Allen wie man sich selbst besser organisieren und seine Aufgaben effizienter organisieren kann. Das ist ja auch und gerade für (Nachwuchs-)Wissenschaftler interessant. Wir sind oft auf uns selbst gestellt, nicht eingebunden in eine größere Arbeitsgemeinschaft und müssen uns eigenständig organisieren. Schon manch eine Promotion ist trotz guter Ideen an dieser Herausforderung gescheitert.

Im Lifehacker-Blog habe ich eine schöne Zusammenfassung gefunden des GTD-prinzips gefunden. Die Kurzzusammenfassung:
Mache drei Listen. Überprüfe Sie wöchentlich.

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Vor langer Zeit schrieb ich mal eine Arbeit über das Subsidiaritätsprinzip in der katholischen Soziallehre und seinen Einfluss auf den deutschen Föderalismus. Sie wissen selbst, wie oft man die Schlüsselwörter in seiner Arbeit wiederholen muss. Wenn man dann solche Ungetüme tippen muss, geht das schnell auf die Nerven. Gleiches gilt für unser “Forschungsprojekt Wissenschaftliches Arbeiten im Web 2.0″. Auch das alltägliche “Sehr geehrte Damen und Herren” kostet selbst Schnelltipper etwas Zeit.

Aber warum alles selber Tippen, wenn einem der Computer die Arbeit abnimmt?
tastatur

Es gibt eine wunderbare Funktion namens “Automatische Textersetzung”. Man definiert Kürzel, die automatisch durch das ganze Wort oder einen ganzen Satz ersetzt werden und spart sich viel Zeit und Mühe

In Microsoft Office kann man in “Autokorrektur” Kürzel definieren, seit Snow Leopard geht das bei Apple auch Systemweit. Nachdem ich mir alles eingerichtet hatte, schrieb ich meine Arbeit nur noch über das SUB in der KSL und seinen Einfluss auf den FÖD. Aus SUB wurde automatisch Subsidiaritätsprinzip, usw. Das war sehr Finger- und Nervenschonend.

Wer das Ganze perfektionieren möchte, kann eines der ausgefeilten Programme , wie z.B. Textexpander oder Texter verwenden.

Es ist ein herrliches Gefühl, etwas auf seiner To-Do-Liste abzuhaken. Yeah, Sache erledigt, Aufgabe erfüllt, Mission accomplished. Doch wie oft vergeht eine Woche, ohne dass wir eine einzige Aufgabe abgehakt haben. Die To-Do-Liste ist keine Hilfe mehr, um sich zu organisieren, sondern eine wilde Ablage, ein schlechte-gewissen-produzierender, quälender Berg unerledigter Arbeiten und Zeitfresser.

ErledigtHilfe oder Qual? Alles hängt davon ab, wie Sie Ihre To-Do-Listen führen. Heute habe ich ein paar einfache Tipps für Sie gesammelt, wie Sie Ihre Listen schreiben, damit Sie ihre Dinge auch wirklich erledigt bekommen.
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Ein Großteil unseres Arbeitslebens findet auf dem Computer statt und ein Großteil unserer Ergebnisse liegen auf der Festplatte. Datenverlust ist eine Katastrophe und Festplatten sind weit weniger zuverlässig als man oft meint. In meinem Bekannten- und Kollegenkreis könnte ich auf Anhieb 3 Leute nennen, die auf die ein oder andere Art ihre kompletten Daten und Monate an Arbeit verloren haben. Einer wurde der Laptop geklaut, einer hat seine Festplatte neue formatiert und einem ist die Hardware abgeraucht.

backupEine gute Backupstrategie ist ein unverzichtbarer Bestandteil solider Forschungsarbeit. Richtig eingefädelt, bringt sie, neben der Sicherheit, sogar noch eine Reihe weiterer Vorteile.

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